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Bergen

Freitag, 26.08.2011

Wache in aller Herrgottsfrühe auf (4:22 Uhr) und schleiche mich so leise wie möglich aus unserer Kabine. Ob denn wohl schon Land in Sicht ist? Jaaaaaaa, isses – zwar noch recht weit entfernt, aber ohne Zweifel: Ich sehe Norwegen! Halleluja, ich bin zu Hause. Muss beinahe heulen, dieser Moment hat fast was „Heiliges“ – bin glücklich.

Da der Rest der Family noch schläft gehe ich hoch in die Pizzeria Mare, wo es für die Frühaufsteher an Bord bereits Kaffee und was Süßes gibt. Schlürfe zwei Tässchen, schaue dem näherkommenden Land entgegen und freue mich auf den Tag. Dann sind alle wach und es geht zum „richtigen“ Frühstück, anschließend machen wir uns fertig für den ersten Landgang. Ab 9 dürfen wir vom Dampfer und das machen wir dann auch.

Ich stehe tatsächlich auf norwegischem Boden, wer hätt`s gedacht. Welt, du bist so gut zu mir! Recht schnell merke ich allerdings, dass sowohl mein Mann, als auch sein Bruder sowie meine Kinder wie Entenküken hinter mir hertrippeln und ich mich wie ein Reiseführer fühle, der seinen Kunden nun was bieten muss. Immerhin bin ich der Norwegenfan und muss mich hier auskennen – ja klar, war schon tausend Mal in Bergen, das erkunde ich blind … tztztz

Nun ja. Bryggen ist gleich gefunden und ich bin ganz aus dem Häuschen, als ich die Postkartenhäuserfront „live“ vor mir sehe. Flaniere die Gässchen entlang und kriege langsam schlechte Laune, weil mir auffällt, dass sowohl mein Mann, als auch mein Schwager meine Begeisterung so ganz und gar nicht teilen können. Müssen sie ja auch nicht, aber sie geben mir das Gefühl, ich könnte ja mal eben schnell um die Ecke gucken gehen, während sie sich hier auf die Bank hocken und solange auf mich warten.  
Erste Frustration macht sich breit – und das in Bergen! Hätte ich doch lieber alleine und dafür gleich mit den Hurtigruten fahren sollen? Werde ich mich im Laufe der kommenden Tage noch häufiger fragen, das weiß ich aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Meine Mädels geben sich Mühe, besonders interessiert auszusehen, sie merken glaube ich, dass die Männer mir grade ganz schön auf den Keks gehen …

Ich beschließe, dass es Zeit wird, auf den Fløyen zu fahren und ich bin guter Dinge, dass meine Gesellschaft dann etwas freundlicher in die Welt blickt. Also auf zur 

 
und sich brav in die Reihe gestellt. Den Preis kenne ich, bin mir nur nicht sicher, ob meine 15-Jährige noch als Kind oder bereits als Erwachsene zählt. Steht nirgendwo geschrieben. Wir kommen immer näher zu dem schnuckeligen jungen Mann, der die Fahrkarten verscherbelt und ich frage mich, ob ich ihn mit meinen Norwegisch-Kenntnissen beglücken soll, oder lieber auf English zurückgreife. Als ich vor ihm stehe, macht mein Mund den Rest von alleine: „Hun“ (ich deute auf meine Tochter) „er femten år gammel, er det barn eller voksne?“ (Dass sie 15 ist und ob das Kind oder Erwachsener bedeutet). Befürchte schon verständnisloses Schulterzucken, aber stattdessen kommt von gegenüber ohne zu zögern: „Barn.“ (Kind). Ich sage also weiter auf norsk, dass ich dann bitte zwei Kinder- und zwei Erwachsenentickets hätte und freu mir nen Ast, weil ich mich doch taaaaatsächlich habe unterhalten können. Muss lachen, als meine Tochter fragt, was ich über sie gesagt hätte, irgendwas mit gammel, das wär aber komisch gewesen … hihihi
 

Meine Mädels und ich, wir ergattern und Plätze in der vordersten Reihe, die Fahrt geht los und Bergen wird unter uns immer kleiner und kleiner. Oben angekommen ist der Ausblick wirklich beeindruckend –

aber wieder nur für mich, mein Mann kann dem nichts abgewinnen, das sagt er dann auch und ich frage mich, ob ich ihn nicht einfach über die Brüstung schubsen soll. Gleiches gilt für seinen Bruder. Wenigstens ist er so nett, meine Mädels und mich zu fotografieren, dann verschwinde ich im Souvenirladen und er auf einer Bank am Spielplatz.
     

Kaufe Postkarten und verbessere meine Laune, indem ich mich traue, die Verkäuferin auf Norwegisch zu fragen, ob sie hier denn auch Briefmarken verkaufen (Seller dere frimerker her også?) Auch sie antwortet mit spontan und fragt mich, wo ich sie hinschicken möchte. Sie spricht schnell, ich kapier nicht sofort was sie will, aber als sie zum zweiten Mal fragt, verstehe ich und ich antworte: Jeg vil sende dem til tyskland. Aha, alles klar. Ich kriege, was ich brauche und bin wieder guter Dinge.

Man kann den Berg zwar auch runterfahren, aber nö, wir laufen. Bewundere etliche Norweger, die uns entgegenkommen, den Fløyen also hochjoggen – sind eben ein sehr naturverbundenes Völkchen, diese Nordmänner (und-frauen). Wunderschöne Landschaft gibt’s hier zu sehen und den Herren in meiner Begleitung scheint der „Abstieg“ auch zu gefallen.

Nach einem Bummel über den Fischmarkt und Abstecher zur Håkonshalle  sind wir am späteren Nachmittag dann wieder an Bord.
Das Weite Welt Restaurant ist uns nach wie vor das angenehmste – angeblich sei ja das Marktrestaurant auf Deck 9 das beliebteste unter den Gästen, aber das kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Ein Geschiebe und Gedränge, schlimmer als früher zum SSV am Wühltisch. Na ja, Geschmäcker sind eben verschieden.

 Im Theatrium gibt’s abends wieder interessante Shows (besonders die Artisten haben`s mir angetan) und alles in allem geht dieser erste Landtag recht entspannt zu Ende. Morgen früh wird die Einfahrt in den Geirangerfjord von Herrn Kiesewetter moderiert – das darf ich nicht verpassen und muss demnach früh aus den Federn. Ergo: Ab ins Heiabett. Die Männer zieht`s noch mal an die Bar. Na von mir aus, deren Gesellschaft steht für heute sowieso nicht ganz oben auf meiner Wunschliste.

Geiranger – ich bin unterweeeheeegs! *freu*

9.9.11 18:49
 


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