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abgereist und ausgelaufen

Mittwoch, 24.08.2011

Frühs um zehn nach 5 klingelt der Wecker, schnell ab unter die Dusche, Mann & Mädels wecken, Käffchen trinken, Rollläden und was weiß ich nicht noch alles checken, Getränke ins Handgepäck (inzwischen steht mein Schwager vor der Tür – anstatt zehn nach 6 schon um zehn VOR 6) und als um viertel nach 6 das Taxi vorfährt, bin ich fest davon überzeugt, irgendwas Wichtiges vergessen zu haben (dass das nicht der Fall ist, glaube ich übrigens erst gegen Ende der Reise)

Alle Mann einsteigen und ab zum Bahnhof. Einmal umsteigen und knappe 6 Stunden später kommen wir am Hamburger Hauptbahnhof an, wo wir erfreulicherweise direkt unsere Koffer in den Shuttlebus packen können – bis hierhin schon mal alles super organisiert. Langsam fühlt sich`s nach Urlaub an.
Wollen erst noch bisschen Hamburg erkunden, überlegen wir uns aber dann doch anders und sitzen um 13 Uhr bereits im Transfer-Bus, der uns kostenlos zum Hafen und somit zum Schiff bringt. Große Freude bei den Mädels, als der Kutter in der Ferne auftaucht: „Boah, guck mal, sooooo groooooooß!“

Erst mal hoch auf die Aussichtsplattform, bisschen den Dampfer bestaunen und dann direkt in den Terminal zum Einchecken. (Das Foto, das hierbei aus Sicherheitsgründen von jedem Passagier gemacht wird, wird mir während der kommenden zehn Tage noch häufiger von einem Bildschirm entgegenflimmern und ich werde noch etliche Male bereuen, in diesem Moment nicht vorteilhafter gegrinst zu haben – aber der Zug war leider abgefahren).

Ab 14 Uhr werden wir schon auf`s Schiff gelassen und hier ist erst mal leichte Reizüberflutung angesagt, gibt viel zu viel zu schauen und 250 Meter Länger auf jeweils 14 Decks sind nicht gerade schnell erkundet.

Halbes Stündchen später soll es schon Kaffee und Kuchen geben, also strömen wir wie ausgehungerte Piranhas zusammen mit dem restlichen Schwarm ins Weite Welt Restaurant und setzen uns an einen groooßen runden Tisch (sind immerhin zu fünft), wenige Sekunden später wird mir eine silberne Kaffeekanne vor die Nase gestellt. „Coffee, Madam?“  Hä? Madam? Wer? Wo? – ICH??? Öhm, hihihi, jo danke, thank you! Schaue mich um, von deutschem Personal weit und breit nüscht zu sehen. Alles andere als schlimm, nur unerwartet. So ist das hier also, aha. Wieder was gelernt. Sind vermutlich viel freundlicher, diese Phillippinomanilomauritzianer als der Durchschnitts-Deutsche. So muss es sein.

Kämpfe mich ans Buffet vor (welches sich über zwei riesige Restaurants erstreckt) und stelle fest, dass es neben Kaffee und Kuchen auch allerhand Warmes zu Schnabolieren gibt, kann mich schwer entscheiden, bin nach wie vor geplättet von der Menge an Eindrücken. Meiner Family scheint`s ähnlich zu gehen, leichtes Lächeln macht sich breit, als sie alle mit vollen Tellern wieder am Tisch sitzen.

Später geht’s ab in die Kabine, Koffer stehen schon davor. Hübscher Hasenkasten! Na ja, wir haben uns ja schließlich selbst für eine Innenkabine dieser Güte entschieden, der Preis ist immerhin recht heiß und was will man hier mehr, als schlafen? Außerdem dümpeln die Mädels gratis mit übern Ozean, also will ich mich mal nicht beschweren.
Erste Begegnungen mit der Vakuum-Toilette tragen zur allgemeinen Erheiterung bei, ebenso der Willkommensbrief, den meine Kleine auf ihrem Bett vorfindet und den ihr Klassenkamerad dort hat hinlegen lassen, der die gleiche Tour exakt an dem Tag beendet hat, als sie für uns erst losging. Schöner Einstieg! Ganz liebe Zeilen, kriege Gänsehaut, muss fast heulen. Bin gerührt …

Abends sinkt die Laune nochmal, als wir uns zunächst erfolglos einen Tisch zum Abendessen zu ergattern versuchen. Finden uns nach einer Weile an einem Tisch älterer Herrschaften wieder, alles recht beengt – soll wohl das Club-Feeling heraufbeschwören – und der Appetit ist mir erst mal vergangen. Wenn das jetzt bei JEDEM Essen so sein soll, na dann gute Nacht. Gibt doch drei Buffet-Restaurants und nochmal zwei À-la-carte, warum müssen die ganzen Leute genau da hocken, wo ich mich hinpflanzen will?! Mag sein, dass man das auch über mich denkt … Egal, alles wird gut. Ooommmm.

Nachdem die Koffer ausgepackt sind geht’s hoch aufs Pooldeck, gleich heißt`s SCHÜSS HAMBURCH und das Auslaufen will natürlich nicht in der Kabine verpasst werden.
Anstatt dieses Ereignis zu genießen suche ich dann aber eine meiner Töchter und hab soooo nen Hals, weil sie sich einfach so verdünnisiert hat – finde sie aber elbabwärts irgendwann wieder und stelle erst mal einen kleinen Verhaltenskodex zusammen, der die nächsten zehn Tage aber nicht wirklich Bestand hat. Noch weiß ich ja nicht, dass mich das in Kürze nicht mehr stören wird.

Schlürfe noch einen Welcome-Sekt, die Welcome-Disco findet allerdings ohne mich (uns) statt. Bin platt, todmüde und will nur noch ins Schaukelbett. Zu viert haben wir noch nie in einem Raum geschlafen, die Götter sind aber erfreulicherweise gnädig und sorgen für schnarchfreie Nächte. Halleluja!

Hinlegen, Augen zu und sobald das Handy nicht mehr funzt, sind wir in Norge.
Sind wir dann plötzlich auch und rund um mich herum weit und breit nix als Wasser. Das sieht auf dem Globus ja schon recht massig aus. Aber wenn man mittendrin hockt, in dieser großen, blauen Badewanne, dann ist das nochmal gaaaanz was anderes.
In diesem Sinne: Velkommen til Norge!
Aber dazu morgen mehr.

Ha det,
Norskjenta

7.9.11 20:00
 


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