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4.8.11 16:11


Bis zum bitteren Ende

Ich durfte meinen Dicken erlösen - und heule mir die Seele aus dem Leib, wie schlimm muss es erst sein, einen geliebten Menschen - den Mann, die Frau, das Kind - leiden zu sehen und es NICHT abkürzen zu können?!

Schlimme Vorstellung, die ich hoffentlich nie werde erleben müssen.

Sollte ich selbst mal so krank werden, 
wird hoffentlich jemand da sein,
der mir mein Leiden nimmt, 
wenn ich es selbst nicht mehr kann.

*

Auch wenn es gerade furchtbar weh tut,
die Freude, die du mir geschenkt hast,
wird am Ende über die Trauer siegen.

DANKE, dass es dich gab!

*

 

3.8.11 15:53


Erde, tu dich auf ...

Ich hab das Gefühl, ich kippe selbst bald um.

Neros Tod hat mich umgehauen -
mein Kopf tut so weh und mir ist übel.

Klingt böse, aber ich kann mich nicht mal erinnern, wann ich zuletzt einen verstorbenen Menschen betrauert habe. Meine Schwiegereltern sind in den letzten beiden Jahren beerdigt worden und das hat mir nichts ausgemacht. Schließlich waren sie krank und ich war froh, dass sie nun erlöst waren. Fertig. So sah ich den Tod bisher eigentlich immer. Aber vermutlich habe ich einfach nur zu wenige Menschen um mich herum, die mir wirklich etwas bedeuten und die mir nahestehen. Mag sein.

Diesmal ist das anders.

Ich weiß zwar auch, dass mein Dicker erlöst ist und dass er kein schönes Leben mehr gehabt hätte, aber IHN gehen zu lassen, das ist eine Aufgabe, die mir gerade zu schwer scheint, als dass ich ich sie gebacken bekommen könnte.

Mir geht`s nicht gut ...
Hätte ich keine Kinder, würde ich mich am liebesten zu ihm legen. Ich spinne, ich weiß. Momentan empfinde ich aber so.

*

3.8.11 13:19


Mein schlimmster Tag

Seit 5 Jahren und 8 1/2 Monaten bin ich Hundemama und wie oft hatte ich Schiss vor dem Tag, der gestern tatsächlich da war - unser Dicker musste eingeschläfert werden und auch wenn ich weiß, dass auf der Welt endlos viel Schreckliches passiert, z. B. dass Mütter ihren verhungernden Kindern beim Sterben zusehen müssen, dann habe ich einerseits ein schlechtes Gewissen, wenn ich mit dem Heulen nicht mehr aufhören kann, aber andererseits gehört Nero genauso zur Familie und ich habe mehr Zeit mit ihm verbracht, als mit meinen Kindern oder meinem Mann.

Es tut verdammt weh, aber ich weiß, dass er nun erlöst ist.

Ruhe in Frieden, mein Dicker,
DANKE, dass ich dein Frauchen sein durfte!
Spring und tobe - und warte eines Tages auf mich.

ICH HAB DICH LIEB
UND WERDE DICH NIE VERGESSEN!

*

Nero kurz vor seiner ersten Spritze.
Sieht aus, als würde er lächeln - vielleicht wusste er ja,
dass es ihm gleich wieder gut gehen würde.
Ich wünsch`s ihm (und mir).

*

Schlaf gut, mein Dicker.

*

3.8.11 09:37


Ut av alt det onde kommer noe verdifullt

Vermutlich ist nicht jedes Wort 100%ig korrekt übersetzt - Mut zur Lücke nenne ich das einfach mal. Ich möchte schlicht und ergreifend sinngemäß den heutigen Artikel der klartale übersetzen, der - wie sollte es anders sein - die Terroranschläge von Freitag zum Thema hat. 

Norge svarte terroren med blomster
Norwegen beantwortet den Terror mit Blumen

Hundretusener av nordmenn i alle farger og aldre gikk i gatene mandag kveld. De svarte terror-handlingene med blomster, kjærlighet og samhold.

Hunderttausende Norweger in allen Farben und allen Alters gingen Montagabend auf die Straßen. Sie beantworteten die Terronhandlungen mit Blumen, Liebe und Zusammenhalt. 

På gater og torg, i byer og tettsteder over hele landet. Mennesker var møtt fram med roser og fakler. De ville minnes de døde og vise omsorg for de skadde og de som hadde mistet noen. Det skriver nyhetsbyrået NTB.

Auf Straßen und Märkten, in Städten und Ortschaften im ganzen Land. Die Menschen versammelten sich mit Rosen und Fackeln. Sie wollen der Toten gedenken und ihr Mitgefühl für die Verletzten zeigen und für jene, die jemanden vermissen.

Utenfor Domkirken i Oslo var havet med blomster blitt veldig stort. Det var ikke plass til flere hilsener. Sjokket og fortvilelsen ble erstattet av en spesiell følelse av fellesskap. Norge har ikke opplevd noe sånt siden dagene etter at andre verdens-krig var over i 1945.

Vor der Domkirche in Oslo wurde das Blumenmeer sehr groß. Für mehrere Besucher gab es keinen Platz mehr. Der Schock und die Verzweiflung wurden durch ein besonderes Gemeinschaftsgefühl ersetzt. Norwegen hat so etwas nicht erlebt, seit den Tagen, als 1945 der Zweite Weltkrieg vorüber war.

Det var planlagt et rosetog fra Rådhusplassen i Oslo. Folk skulle gå i tog med blomster i hendene. Men det kom så mange at det var umulig. Isteden ble folk stående og vise hva de mente. Statsminister Jens Stoltenberg kalte det «folke-viljen».   

Es war ein Rosenzug von Oslos Radhausplatz geplant. Die Menschen sollten mit Blumen in den Händen im Zug laufen. Aber es kamen so viele, dass das unmöglich war. Stattdessen blieben die Menschen stehen und zeigten, was sie meinten. Staatsminister Stoltenberg nannte das den Volkswillen.

– Ut av alt det onde kommer noe verdifullt. Det vi ser i kveld kan være den viktigste marsjen det norske folk har lagt ut på. Det er siden den annen verdens-krig. Det er en marsj for demokrati, samhold og toleranse, sa Stoltenberg. Han avsluttet talen sin med å sammenligne det som hadde skjedd med krigen.

Aus allem Übel entsteht etwas Wundervolles. Was wir heute Abend sehen, könnte der wichtigste Marsch sein, den das norwegische Volk seit dem Zweiten Weltkrieg aufbrachte. Das ist ein Marsch für Demokratie, Zusammenhalt und Toleranz, sagte Stoltenberg. Er beendete seine Rede, indem er dieses mit dem verglich, was im Krieg passierte.

– Våre fedre og mødre lovet aldri mer 9. april. Vi lover aldri mer 22. juli, sa statsministeren. 9. april 1940 var den dagen tyske soldater tok over makten i Norge.

Unsere Väter und Mütter vergaßen nie mehr den 9. April. Wir vergessen nie mehr den 22. Juli. Der 9. April 1940 war der Tag, an dem deutsche Soldaten die Macht in Norwegen übernahmen.

Kronprins Haakon sa at gatene i Oslo var fylt av kjærlighet.

Kronprinz Haakon sagte, dass die Straßen in Oslo mit Liebe gefüllt waren.

– Vi skal møte hver dag rustet til kamp. Vi skal kjempe for det åpne samfunnet vi er så glad i. Kjære unge, dere er veldig viktige for oss. Dere skal forme og bestemme hvilket Norge vi skal ha. Vi kan ikke miste noen av dere. Men vi har mistet mange. Det Norge vi vil ha, skal ingen ta fra oss, sa kronprinsen.

Wir müssen jeden Tag für den Kampf gerüstet sein. Wir müssen kämpfen für die offene Gesellschaft, auf die wir so stolz sind. Die Jüngeren sind sehr wichtig für uns. Sie werden das Norwegen formen und bestimmen, das wir haben werden. Wir können auf keinen von ihnen verzichten. Aber wir haben viele verloren. Das Norwegen, das wir haben wollen, darf uns niemand nehmen, sagte der Kronprinz.

*

Soweit der heutige Bericht aus der klartale.

Die Art und Weise, wie die Menschen in Norwegen mit dieser schrecklichen Sache umgehen, berührt mich sehr. Ein starkes Volk …

Zum Abschluss nochmal ein Zitat aus Kronprinz Haakons Rede:

Ut av alt det onde kommer noe verdifullt.
 
Aus allem Übel entsteht etwas Wundervolles.

Und das, so kurz nach der Katastrophe. Da will man fast "Amen" sagen ... Ich wünsche den Menschen in Norwegen, dass sie diesen Worten Glauben schenken können.

*
 

     
26.7.11 11:13


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